Warum Du früh 100.000 Euro Depotwert erreichen solltest … und was Du damit tun kannst

Heute eine neue Folge unserer, den Leserzahlen nach zu urteilen, äußerst beliebten Reihe „Warum du früh 100.000 Euro Depotwert erreichen solltest …“! 🙂 Nachdem wir Dir in Teil 1 und Teil 2 unserer Artikelserie gezeigt haben, wie man im Zeitverlauf auf 100.000 Euro Depotwert kommen kann und im Leserfragen-Teil u.a. Einblicke ins Degiro-Wertpapierkredit-Margin-System gegeben haben, zeigen wir Dir nun in diesem Teil, welche Möglichkeiten sich Dir damit eröffnen.

Was ist möglich?

Wir wollen gerne wieder vorausschicken, dass die hier von uns dargestellte Variante natürlich weder die einzige, noch die richtige, sondern nur eine unter sehr, sehr vielen ist. Jeder geht seinen Weg, aber jeder sollte auch aus allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine Wahl treffen können. Wir wollen hier in diesem Artikel jetzt einfach mal ein bisschen rumspinnen und überlegen, was mit einem 100.000-Euro-Depot bereits alles machbar ist!

Durchaus viele Menschen suchen bei Google nach „finanzieller Freiheit“, Suchmaschinenauswertungen zufolge geschätzt 2.000 Menschen pro Monat. Es dürfte allerdings jedem bereits an dieser Stelle einsichtig sein, dass es mit den klassischen Ansprüchen in deutschen Städten auf dem deutschen Preisniveau nicht möglich sein dürfte, in angemessener Zeit auch nur die Nähe der Erfüllung dieses Wunsches zu kommen.

Kommen wir also schließlich zu dem offensichtlichen Ergebnis, dass in Deutschland zu hohe Kosten entstehen, um sie durch Kapitalerträge eines 100.000-Euro-Depots decken zu können, bleiben einem ja noch 193 weitere Staaten auf der ganzen Welt, in denen das Leben meist wesentlich günstiger als hierzulande ist. Wie gesagt: wir wollen ja etwas rumspinnen, und einfach mal überlegen, was geht.

Lasst die Zahlen sprechen

Wir gehen vom Zahlenwerk unserer letzten Artikel aus und sagen, wir haben ein Depot mit Wertpapieren im Wert von 100.000 Euro. Und zwar nicht über Nacht aufgebaut, sondern über Jahre durch Arbeit und hartes Sparen – „konservativ“ möchte man fast sagen. Schnell reich werden gibt es realistischerweise nicht, das sollte jedem klar sein, und natürlich gibt es das auch mit unserer Methode nicht.

Bei uns ergab sich zu diesem Zeitpunkt eine Jahresdividende nach Quellensteuern von 3.890 Euro und wir gehen davon aus, dass sich diese Summe jedes Jahr um 7 % erhöht. Nehmen wir für unser Beispiel an, wir haben diese Summe im vergangenen Jahr 2017 erhalten. Dann steht eines fest: die tatsächliche Dividendensteigerung wird in 2018 sehr sicher nicht 7 % betragen, es wird ein Wert darunter oder darüber sein. 2018 ist tatsächlich ein recht lausiges Dividendenerhöhungsjahr. Das weiß man vorher nicht. Die 7 %, mit denen wir rechnen, sind ein rechnerischer Dekadenwert. Über 10-20 Jahre betrachtet werden es aber rückblickend wahrscheinlich 7 % p.a. gewesen sein. Fix und in Stein gemeißelt ist das natürlich nicht, und selbstverständlich können Dividenden auch mal ausfallen.

Mit irgendwas müssen wir aber rechnen. Kalkulieren wir aber für 2018 in unserem Beispiel mal mit den um 7 % gestiegenen Dividenden, somit mit 4.160 Euro jährlich.

Jeden Monat trudeln also rechnerisch – das kommt auch noch dazu: monatlich im Jahresverlauf schwankend – 345 Euro Bruttodividenden ein. Liquidititätsbedarfsspitzen lassen sich kurzfristig ebenfalls über den Wertpapierkredit decken. Ziehen wir die in unserem Modell anfallenden Wertpapierkreditzinsen von 1,25 % (Degiro-Depot) bzw. 52 Euro ab, kommen wir auf monatlich verbleibende 293 Euro. Wir sind dabei von der von uns beschriebenen 50:50-Finanzierung mit Wertpapierkredit ausgegangen, die relativ krisenfest sein sollte. Weniger Kredit ist am Ende natürlich besser, weil die monatliche Zinslast sinkt. Noch besser ist es natürlich, von weiteren Einzahlungen ausschüttende Unternehmensanteile zu kaufen und den Kredit in Summe nicht zu tilgen, sondern so nur die Kreditrelationen zu verbessern.

Abgeltungsteuer lassen wir hier außen vor, da wir für dieses Beispiel davon ausgehen, dass wir in Deutschland (mindestens zeitweise) mangels Wohnung oder Aufenthalt nicht mehr steuerpflichtig sind (§§ 8, 9 AO und § 2 EStG, weiterführend auch AEAO zu §§ 8 und 9 AO). Details dazu in späteren Artikeln, Quellensteuern werden in den in diesem Artikel genannten Zahlen aber zwingend berücksichtigt.

Da sind wir natürlich noch nicht krankenversichert. Bei kurzfristigeren Auslandsaufenthalten (12-18 Monate) bietet sich eine Auslandsreisekrankenversicherung an, bei längerfristigen Aufenthalten müsste es eine wesentlich teurere internationale Krankenversicherung sein. Gehen wir von einer Auslandsreisekrankenversicherung aus, so kostet diese laut kurzer Google-Recherche etwa 1 Euro am Tag, rechnen wir also mit 30 Euro im Monat. Verbleiben 263 Euro.

Wir wollen gut leben und mieten uns somit ein Haus auf Koh Samui. Einfach ins Blaue hinein, geht selbstverständlich überall anders auch und vor allem noch wesentlich günstiger. Gibt es ab 195 Euro im Monat. Verbleiben uns folglich 68 Euro oder 2,25 Euro am Tag. An dieser Stelle dürfte es dann für viele Leser wirklich schmerzhaft werden. Das reicht für eine 1,5l-Flasche Wasser im 7-Eleven und drei Mahlzeiten für je 25 Baht – was nur in nichttouristischen Gebieten an der Straßenküche möglich ist. Folglich sehen wir, dass wir – mit dieser Wohnungswahl – stark an die finanziellen Grenzen stoßen. Beispielsweise könnte man alternativ für 105 Euro eine Wohnung in Chiang Mai mieten. Dann bleiben 158 Euro im Monat oder 5,30 Euro am Tag für Essen & Trinken. Davon kann man in Thailand sicherlich schon gut leben, wenn man sich von den touristischen Zonen fernhält.

Alternativ käme z.B. auch eine Unterkunft im sehr angenehmen und kulturell reichen Siem Reap im benachbarten Kambodscha in Betracht. Die Kosten starten bei 150 Euro im Monat. Und das ist der Internetpreis, vor Ort geht meistens noch sehr viel mehr. Beziehungsweise weniger 🙂 Auch hier kann man vom Rest recht gut leben – selbstverständlich aber nicht auf dem gleichen Niveau wie der übliche Tourist.

In Südostasien gingen von der Kostenseite her auch Sri Lanka und die Philippinen. Es muss aber auch gar nicht unbedingt Südostasien sein. Günstiger als Thailand sind z.B. laut Kostenvergleich Ungarn, Peru, Bolivien, Montenegro und Kolumbien. Wir können aus Erfahrung sagen, dass sich z.B. in Peru abseits der Touristenpfade durchaus essbare Mittags-Menüs aus Vorspeise und Hauptgang einschließlich 0,5l Getränk für 1,32 Euro pro Person gibt.

Noch einen Kracher gibt es in Italien: auf Sardinien, vorher auch bereits schon einmal auf Sizilien und anderswo werden Häuser für 1 Euro verkauft. Das zieht zwar eine Instandhaltungs- bzw. womöglich sogar Instandsetzungsverpflichtung von ein paar Tausend Euro nach sich, der Kern aber bleibt: man könnte sich den Traum vom Haus im Süden erfüllen, dann zwar definitiv nicht wie ein König leben, aber doch wahrscheinlich mit so viel zeitlichem Freiraum, dass man sich um alternative Einkommensquellen kümmern kann. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Dividendeneinnahmen voraussichtlich fortlaufend anwachsen.

Nehmen wir mal das kostenseitig sehr sportliche Beispiel Italien. Wir gehen davon aus, dass wir ein 1-Euro-Haus bekommen, und dass wir die paar Tausend Euro noch übrig haben, um die Kaufnebenkosten zu bezahlen und das Haus in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Für Strom unterstellen wir eine Solaranlage, die anfangs noch einmal einige wenige Tausend Euro kostet. Dann bleiben noch Wasserkosten, Grundsteuern und Kommunalabgaben. Wir rechnen mal mit pauschal 100 Euro im Monat dafür, folglich bleiben uns 163 Euro für den Rest, macht rund 5,40 Euro pro Tag. Ein Blick in den lokalen Supermarktprospekt ergibt, dass es gerade noch machbar sein müsste.

Großartig räumlich fortbewegen wird man sich mit diesem Restbetrag jedoch nicht können. Spätestens das ist aber der Knackpunkt bei Italien: wenn man nicht ohnehin schon aufgrund des hiermit festen Wohnsitzes in Italien steuerpflichtig wird (was wir zunächst nicht anstreben würden), dann wohl spätestens mit der Überschreitung der 183-Tage-Regel des internationalen Steuerrechts. Diese besagt in vielen Fällen, dass man dann in einem Land steuerpflichtig wird, wenn man sich die Mehrheit des Jahres dort aufhält. Auf Deutschland trifft die Regelung z.B. auch zu. Folglich müssen wir Italien mit dieser Depothöhe erst einmal als Idee verwerfen 😉

Italien und Deutschland also nicht, dafür Südostasien, Südamerika und andere Regionen. Für jeden, der die finanzielle Freiheit durch Dividenden sucht: hier ist diese Möglichkeit dargestellt! Und zwar ohne 12-teiligen Videokurs zum Freundschaftspreis und das kostenlose 123-seitige E-Book von finanz-eiertanz.de (bitte nicht googlen – die Seite gibt es (hoffentlich noch) nicht! 🙂 ), das dann eh nicht bis zum Ende gelesen wird. Wieder eine mögliche Beantwortung der Frage „Warum du früh 100.000 Euro Depotwert erreichen solltest“! Einen schnelleren Weg nur mit Dividenden gibt es unseres Erachtens nicht.

Frei von Risiken ist das definitiv nicht. Aber jeder Freiheitssuchende sollte sich auch an die eigene Nase fassen, was er mit dem Status „finanziell frei“ anstrebt. Nicht umsonst sind viele Menschen nämlich es aus diesem Grund gerade nicht. Vieles im Leben wird man nur dann erreichen können, wenn man an die Dinge anders herangeht, als alle anderen. Aber möglich ist es und das 100.000-Euro-Depot kann es Dir ermöglichen. Mindestens mal rechnerisch. Alles andere hat man selbst in der Hand.

Jetzt wirst Du vielleicht sagen: hm, das Dargestellte ist jetzt aber ein bisschen wenig auf die Dauer zum Leben und viele Kosten haben wir noch gar nicht berücksichtigt. Selbstverständlich, das ist völlig richtig! Aber jetzt hast Du auch, was man im Angestelltenverhältnis in den allermeisten Fällen nicht hat: die volle Freiheit und Zeit im Überfluss, um Dich voll und ganz um Deine Erwerbsströme zu kümmern! Haut man also nochmal ein, zwei Jahre richtig rein, diesmal jedoch auf den Feldern, die einem Freude bereiten, so sollte es neben gestiegenen Dividenden auch ein kräftiges Nebeneinkommen aus unternehmerischen Tätigkeiten geben. Seriöse Möglichkeiten, bspw. im Internet Geld zu verdienen, gibt es mitterweile zuhauf.

Es gibt am Ende sicher eine Million Gründe, die dafür sprechen würden, dass die Variante so wie dargestellt funktioniert oder sogar noch besser, und es gibt genauso eine Million Gründe, die dagegen sprechen, dass es funktioniert.

Vom spanischen Dichter Antonio Machado stammt die Gedichtszeile: Wanderer, es gibt keinen Weg – der Weg entsteht durch das Gehen!

Und nur auf diese Weise wird man viele Dinge im Leben herausfinden.

Fazit

Das hier Vorgestellte ist sicherlich ebenfalls kein Modell für jedermann, sondern nur eine der verfügbaren Optionen unter vielen. Klar ist: wir haben hier viele Annahmen getroffen. Klar ist aber auch: wir haben hier nichts Unmögliches dargestellt. Wer wirklich finanziell frei werden will, wer dazu noch auf Familie und Hausbau in Deutschland verzichten kann oder will, muss halt fünf, sechs Jahre als Angestellter richtig ranklotzen und jeden Euro sparen. (Dasselbe gilt natürlich auch für diejenigen, die beides schon hinter sich haben und nun überlegen, wie es weitergeht, wenn die Kinder aus dem Haus sind.)

Du wirst dann mit der Sechsstelligkeit belohnt, die einem ein stetig wachsendes monatliches Dividenden-Einkommen verschaffen kann, wodurch Du überhaupt erst so richtig in die Lage versetzt wirst, Dein ganz eigenes Geschäft aufzusetzen und wiederum damit Geld zu verdienen. Allerdings dann nicht mehr im 40h-Arbeitsvertrags-Korsett, mit allen positiven Auswirkungen auf alles Mögliche.

2014 haben wir unsere Depots bei Degiro eröffnet. Hätte man uns vor fünf Jahren noch erzählt, dass es Kredite über 50.000 Euro zu rund 1 % p.a. geben würde, hätten wir es nicht geglaubt. Hätten wir vor fünf Jahren von der Sechsstelligkeit des Depots gesprochen, so wäre dies sicherlich ambitioniert, verträumt, herausfordernd und definitiv nicht absehbar gewesen. Aber wo ein Wille ist… Die ersten 100.000 Euro sind die schwersten und das oben Dargestellte ist letztlich für uns wieder eine Bestätigung, dass diese deshalb unbedingt zügig erreicht werden müssen – ganz einfach, um sich zumindest die Möglichkeiten für vieles Weitere zu eröffnen!

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5 Comments

  1. Der Depotstudent
    08.05.2018

    Absolut tolle Folge einer ohnehin hochinteressanten Reihe! Bitte mehr davon. 😉

    Etwas kritisch sehe ich allerdings den Versuch – auf Teufel komm raus mit 100.000 € Depotwert – einigermaßen angemessen leben zu können. Und zwar komplett ohne soziales Umfeld. Selbstverständlich lassen sich auch in Chiang Mai soziale Kontake knüpfen (viele Backpacker unterwegs etc.), aber selbst das wird mit diesem Mini-Budget zu einer echten Herausforderung. Die Rechnungen sind wirklich gut und nachvollziehbar, aber da werden die Emotionen vielleicht etwas unterschätzt.

    Ein anderer Punkt: Schön, dass es möglich ist, nach etwa fünf Jahren Angestelltentums ohne einem Beruf nachzugehen in einem sehr günstigen Land überleben zu können. Die Fragestellung ist nur: Wozu und noch viel mehr: wieso genau so?

    Annahme: Nach 5 Jahren sind die 100.00 € Depotwert geknackt – möglich, wenn der Wille stimmt, der Job gut bezahlt ist und davor evtl. schon etwas Geld vorhanden ist. Das wären (einfach mal ohne Wertzuwachs etc.) im Jahr 20.000 €. Jetzt möchte ich von „lächerlichen“ Dividenden leben. Sie sind wirklich einigermaßen lächerlich im Vergleich zum zur Verfügung stehenden Einkommen. Allein schon, wenn ich nun aus den 5 Jahren 5,5 Jahre mache und das Geld des letzten halben Jahres (10.000 €) NICHT ins Depot fließen lasse, kann ich – nach Euren angenommenen Ausgaben – davon fast 3 Jahre (!) leben. Die Ausschüttungen stehen damit meiner Meinung nach in keinem Verhältnis..

    Die Idee ist sehr anregend und zeigt anschaulich, was möglich ist. Das große ABER ist jedoch, dass es sich dabei (bei festgelegtem Ziel = finanzielle Freiheit) einfach nicht um den Weg handelt, den man gehen sollte. Es ist wesentlich einfacher ein paar Tausend zum Verzehr zu sparen, als es zu erzwingen, nur von den Ausschüttungen leben zu wollen. Im Text heißt es ja ohnehin, dass man sich dort nach weiteren Einnahmequellen umschauen möchte. Langfristig bringt einem persönlich „Nichtstun“ natürlich nichts. Wobei das an anderen Stellen schon erschöpfend erklärt worden ist.

    Grüße vom Depotstudent Dominik 🙂

    Antworten
    1. Atypisch Still
      10.05.2018

      Hallo Dominik,
      besten Dank für Deinen Kommentar! 🙂

      Wir wollten hier ja gerade nicht hochphilosophisch zum Thema Finanzielle Freiheit schreiben, sondern schlicht darüber, was man mit einem 100.000-Euro-Depot schon alles anstellen kann. Dass das noch nicht viel ist, liegt ja auf der Hand. Dass es nichtsdestotrotz bereits möglich wäre, allein von den Kapitalerträgen zu leben, wenn auch auf niedrigem Niveau, haben wir hier in Ansätzen gezeigt und ist unserer Meinung nach bislang kaum beleuchtet worden in der deutschen Finanzblogszene. Von Kapitalverzehr aber ist u.E. definitiv niemandem geholfen, da man damit am Ende wieder bei 0 steht.

      Uns geht es auch nicht darum, jemanden davon zu überzeugen, genau diesen Weg genau so zu gehen oder anzustreben (und auch gerade nicht „zwingend“ oder „auf Teufel komm raus“). Sondern wir wollen lediglich Möglichkeiten aufzeigen. Wir sind eigentlich auch davon ausgegangen, genügend Einschränkungen und Aufweichungen im Text drin zu haben, um zu zeigen, dass der Text nicht als dogmatische Anleitung zu verstehen ist 🙂

      Und die Möglichkeit ist eben, dass es für Deutschland nicht reicht und sich dafür aber in anderen Ländern Alternativen bieten. Wir sprechen auch eher weniger den typischen, deutschen Schreibtischtäter an, der alles macht wie alle anderen (und das „immer schon so“ gemacht hat) und sich eine gewisse Ortsunabhängigkeit gar nicht vorstellen kann, sondern wir wollen ein gewisses Über-den-Tellerrand-Denken. Wir haben übrigens für unseren streckenweise unkonventionellen Inhalt in unseren Artikeln bereits auch einiges an Zuspruch erhalten 🙂

      Wir gehen also fest davon aus, dass man bestimmte Dinge nicht erreichen wird, wenn man an diese so herangeht wie alle anderen. Einen solchen Artikel wie unseren oben gibt es unseres Wissens bislang gar nicht, weil man in Deutschland alle Nase lang natürlich auch sofort Bedenkenträger findet, die einem erzählen, warum es genau so gerade nicht funktionieren wird, und genau deshalb wollten wir diesen Artikel auch schreiben.

      Bestandteil dieses Blogs und unserer persönlichen Einnahmenbiographie, und das wird in kommenden Artikeln noch stärker akzentuiert werden, sind zu der reinen Wertpapieranlage hinzutretende unternehmerische Elemente, um Zusatzerträge zu erwirtschaften. Üblicherweise ist man als Arbeitnehmer aber schon rein zeitlich an eigenem Unternehmertum gehindert. Wir zeigen aber in unserem Artikel gerade auf, wie es möglich sein könnte, sich die nötige zeitliche Widmung für das eigene Unternehmen zu verschaffen – womit man dann potentiell ja wesentlich mehr Geld einnehmen könnte und dann auch relativ schnell vermutlich nicht mehr nur von 300 Euro leben muss.

      Wie wir geschrieben haben, ist das nicht das klassische Modell bei Familie, Haus und Konzernkarriere. Es dürfte zielgruppentechnisch deshalb eher etwas für gutbezahlte Berufsanfänger in den Zwanzigern sein, die noch nicht festgelegt sind in ihrer persönlichen Laufbahn und die für alternative, ortsunabhängige und eigeninitiativere Lebensmodelle offen sind. Aber es gibt zwischenzeitlich auch genügend Familien, die es sich ermöglichen, ortsunabhängig zu arbeiten und zu leben, und z.B. dadurch eine fortwährende Weltreise auch mit Kindern machen können. Wir finden das interessant und wir denken, es braucht nicht noch den 1001. Blog, der nur das schreibt, was alle anderen auch schreiben.

      Eine starke Motivation für uns, darüber hier überhaupt zu schreiben, ist natürlich die, dass wir diese Informationen gerne schon selbst mit 18, 19, 20 gehabt hätten, um sie selbst überhaupt in Betracht ziehen zu können, und wir sie deshalb für recht wertvoll halten. Allerdings gab es damals leider auch noch keine 1%-Kredite von Degiro, sodass wir es in der vorgestellten Form auch dann nicht hätten umsetzen können, wenn wir gewollt hätten 😉

      Antworten
  2. Der Depotstudent
    10.05.2018

    Ich danke Euch für den ausführlichen Kommentar!

    Zunächst mal: den Zuspruch meinerseits, gezielt unkonventionelle Ansichten zu vertreten und öffentlich Eure Ideen darzustellen, habt Ihr zu 100 %. Mir gefällt Euer Format wirklich sehr und ich bin gespannt, was da in nächster Zukunft noch alles kommt.

    Der „Kritikpunkt“ bezüglich des (temporären) Lebens von den Kapitalerträgen ist meines Erachtens nach trotzdem berechtigt, wenn es Absicht sein soll, mit unternehmerischer Tätigkeit durchzustarten. Natürlich ist mit Kapitalverzehr grundsätzlich niemandem geholfen. Wenn ich aber beispielsweise heute (als gutverdienender Berufseinsteiger) entscheide, ein zwei Jahre extrem zu sparen und etwa 30.000 auf die Seite legen kann, würde ich dieses Geld nicht investieren – wenn ich das Ziel habe, in naher Zukunft unternehmerisch durchzustarten. Dann begebe ich mich meinetwegen in ein sehr günstiges Land, kann von diesen 30.000 € vom Tagesgeldkonto sorgenlos für mehrere Jahre leben und das Business aufbauen. Das wäre auch schon mit 15.000 € nach einem Jahr möglich. Und bin keineswegs auf Dividenden oder anderes angewiesen. Der Weg mit dem Kapitalaufbau VOR der unternehmerischen Tätigkeit verursacht in meinen Augen eher Opportunitätskosten, die durch den Kapitalerhalt kaum zu rechtfertigen sind. Unter der Prämisse, dass das Unternehmen mit der Zeit etwas abwirft. Das war eigentlich der Gedanke. Der Mehrwert Eures Artikels ist ganz klar vorhanden, keine Frage. Das wollte ich auch gar nicht infrage stellen 😉

    Mit Eurer Zielgruppenbeschreibung trefft Ihr bei mir übrigens voll ins Schwarze.

    Bitte nicht falsch verstehen, Eure Artikelserie ist super. Bei dieser Zielsetzung würde ich jedoch meinen beschriebenen „strikteren“ Weg (ein Jahr arbeiten und dann aufs Business konzentrieren) einschlagen.

    Beste Grüße 🙂

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  3. stiller Leser
    11.05.2018

    Ich werd nicht warm mit diesem Blog; wer schreibt ihr eigentlich, eine Person, eine Agentur, wer ist wir? Warum wird degiro so oft erwähnt, schreibt hier die Marketing Abteilung? Warum kann ich Texte nicht markieren? Warum kann ich meine E-Mail nicht einfügen?

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    1. Atypisch Still
      11.05.2018

      Wir sind Privatpersonen, die aus in erster Linie beruflichen Gründen bis auf Weiteres unter Pseudonym veröffentlichen wollen. Da es nicht um ein einzelnes Depot einer einzigen Person geht, sondern um eine Gesamtheit, können wir auch nicht so recht „ich“ schreiben. Wir überlegen uns was, um das in Zukunft auf dem Blog etwas klarer zu machen. Wir haben mit Degiro ansonsten nichts zu tun, außer dass wir unsere Depots dort haben und tatsächlich aus freien Stücken überzeugt sind, dort eines der insgesamt besten Angebote vorzufinden. Andere Blogger können ja z.B. gerne über das OnVista-Depot schreiben, wenn sie dahinterstehen und das nach außen vertreten können. Wir sind eben bei Degiro Kunden und darüber hinaus absolute Fans, weil es für uns genau das Richtige ist.
      Die Texte können aus Kopierschutzgründen nicht markiert und kopiert werden, ist also Absicht. Eventuell überlegen wir uns das aber auch nochmal. E-Mail einfügen müsste gehen, wenn nicht, gucken wir uns das an.
      Wir hoffen, dass es für Dich trotzdem in Ordnung ist, wenn ein Blog auch mal ungewohnt anonym betrieben wird.

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