Die Zerstörung der Vermögensbildung. Eine Abrechnung. (Teil II)

Im ersten Teil unserer zweiteiligen Serie zur politisch mitverursachten Zerstörung der Vermögensbildung haben wir gezeigt, wie regierende Politiker durch schlechte Gesetzgebung die Finanzkrise schon im Vorhinein verschärft haben, wie schlechte Politik eine exorbitant teure Bankenrettung zu verantworten hat und wie das Finanzministerium beim größten Steuerraub aller Zeiten tatenlos zugesehen hat und Steuerrückforderungen voraussichtlich in substantiellem Ausmaß juristisch unaufgearbeitet verjähren. Um in der Folge sogar noch neue Steuern für Aktienanleger einzuführen. Die hohen Steuern von heute sind das geldgewordene Versagen von gestern. Im zweiten Teil der Serie geht es nun eher um die Gegenwart.

Die Online-Gründung kommt

Wir sehen Deutschland derzeit als ein Land, das im Wesentlichen damit beschäftigt ist, das Erreichte zu bewahren, anstatt weiter voranzuschreiten. Es verwundert deshalb nicht, dass uns andere Länder in den Bereichen der digitalen Unternehmensgründung und Unternehmensführung Jahrzehnte voraus sind, während wir im unternehmerischen Mittelalter verharren. Dank der EU soll sich das nun ändern.

KKR hat es getan, Blackstone hat es getan und Carlyle könnte bald nachziehen

Unter den deutschen Finanzblogs waren wir der Pionier, der zum ersten Mal klar und eindeutig herausgearbeitet hat, wie Anteile an öffentlich gehandelten US-Personengesellschaften (publicly traded limited partnerships, PTLP) aus deutscher Sicht zu behandeln und zu versteuern sind. Nun stellt sich heraus: zumindest für die von uns gehaltenen Anteile könnte sich die Relevanz demnächst vollständig erledigt haben.

Die Zerstörung der Vermögensbildung. Eine Abrechnung. (Teil I)

Die Zinsen bei Null. Bewertungsexpansion. Renditekompression. Produkthandelsverbote. Produkthandelseinschränkungen durch MiFiD 2. Innerhalb von fünf Jahren doppelt so viele Steuerzahler im Spitzensteuersatz. Keine Steuersenkung trotz Rekordsteuereinnahmen. Einführung der Finanztransaktionssteuer. Steuerverschärfungen. Besteuerung unrealisierter Gewinne. Kalte Progression. Der Privatanleger hat einen schweren Stand in Deutschland. Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Scroll to top
error: