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Equity Story: BASF SE

In unserer neuesten Equity Story stellen wir Dir das weltweit führende Chemie-Unternehmen vor: den deutschen Chemie-Champion BASF SE!

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Wir wollen in unseren Equity Stories mehr Einblick geben, als nur über die Gutschrift der Zwei Mark Fuffzig Dividende oder den monatlichen Kauf der drei Anteile per Sparplan. Deshalb stellen wir zunächst das Unternehmen vor und dies möglichst eng angelehnt an die Selbstbeschreibung im Geschäftsbericht. Anschließend versuchen wir, verschiedene Aspekte des Geschäftsmodells abzuwägen, die unserer Ansicht nach genau dieses Unternehmen hervorheben, um am Ende noch die Geschichte mit der Aktie des Unternehmens in unserem Portfolio zu Ende zu erzählen.

Das Unternehmen:

BASF blickt auf eine über 150-jährige Firmenhistorie zurück und wurde als Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF) am 6. April 1865 in Mannheim gegründet. Heute arbeiten 114.000 Mitarbeiter für BASF.

Als börsengehandelte Muttergesellschaft der BASF-Gruppe hat die BASF SE eine zentrale Stellung: Sie hält direkt oder indirekt die Anteile an den zur BASF-Gruppe gehörenden Gesellschaften und ist zugleich die größte operative Gesellschaft. Die meisten Gesellschaften decken ein breites Spektrum des Geschäfts ab. In einigen konzentriert sich das Unternehmen auf bestimmte Geschäfte, wie zum Beispiel in der Wintershall-Gruppe auf Öl-und-Gas-Aktivitäten. Im Abschluss der BASF-Gruppe werden einschließlich der BASF SE 286 Gesellschaften voll konsolidiert. 8 gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) werden anteilmäßig berücksichtigt und 34 Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert.

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BASF ist in mehr als 80 Ländern mit Gesellschaften vertreten und liefert Produkte an eine Vielzahl von Kunden nahezu überall auf der Welt. Bezogen auf die gesamte BASF-Gruppe wurden 45 % des Umsatzes mit Kunden in Europa, 25 % in Nordamerika, 21 % in Asien-Pazifik und 9 % in Südamerika, Afrika, Naher Osten erzielt.

Bildquelle: bericht.basf.com/2016/de/konzernlagebericht/die-basf-gruppe.html

BASF betreibt weltweit sechs Verbund- und 352 weitere Produktionsstandorte. Der Verbundstandort in Ludwigshafen ist das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt. Hier wurde das Verbundprinzip entwickelt, kontinuierlich optimiert und später an weiteren Standorten realisiert.

Der Verbund ist eine wesentliche Stärke der BASF. Hier wird als ein Unternehmen gearbeitet, indem Ressourcen effizient genutzt werden. Im Produktionsverbund werden Produktionsbetriebe und Energiebedarfe intelligent vernetzt, so dass beispielsweise die Abwärme eines Betriebes anderen Betrieben als Energie zur Verfügung steht. Außerdem können die Nebenprodukte einer Fabrik an einer anderen Stelle als Einsatzstoff dienen. So werden nicht nur Rohstoffe und Energie gespart, sondern auch Emissionen vermieden, die Logistikkosten gesenkt und Synergien genutzt.

Dieses Verbundprinzip nutzt BASF über die Produktion hinaus auch im Umgang mit Technologien, Wissen, Mitarbeitern, Kunden und Partnern. Expertenwissen wird in global aufgestellten Forschungsplattformen genutzt.

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In rund 70 % der Geschäftsfelder, in denen BASF aktiv ist, nimmt das Unternehmen eine der ersten drei Marktpositionen ein. Zu den wichtigsten globalen Wettbewerbern zählen AkzoNobel, Clariant, Covestro, Dow Chemical, DSM, DuPont, Evonik, Formosa Plastics, Reliance, SABIC, Sinopec und Solvay – neben vielen hundert lokalen und regionalen Wettbewerbern. BASF rechnet damit, dass Wettbewerber aus den Schwellenländern in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Die Geschäftsstruktur nach Segmenten stellt sich wie folgt dar:

Bildquelle: bericht.basf.com/2016/de/konzernlagebericht/die-basf-gruppe.html

 

Das Segment Chemicals umfasst das Geschäft mit Basischemikalien und Zwischenprodukten. Das Portfolio reicht von Lösemitteln, Weichmachern und großvolumigen Monomeren, über Leime bis zu Ausgangsstoffen für Waschmittel, Kunststoffe, Textilfasern, Farben und Lacke sowie für Pflanzenschutz und Medikamente. Neben der Belieferung von Kunden aus der chemischen Industrie und zahlreichen weiteren Branchen wird die Versorgung anderer Segmente der BASF mit Chemikalien zur Herstellung höherveredelter Produkte sichergestellt.

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  • Petrochemicals

Chemie- und Kunststoffindustrie, Waschmittel-, Hygiene-, Automobil-, Verpackungs- und Textilindustrie, Herstellung von Farben, Lacken, Kosmetik und Ölfeld-, Bau- sowie Papierchemikalien

  • Monomers

Kunststoff-, Elektronik-, Holz-, Möbel-, Verpackungs-, Textil-, Bau- und Automobilindustrie sowie weitere Industrien

  • Intermediates

Kunststoff-, Lack- und Pharmaindustrie, Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie von Pflanzenschutzprodukten und Textilfasern

Die Performance Products verleihen vielen Produkten des täglichen Lebens Stabilität, Farbe oder verbesserte Anwendungseigenschaften. Zu dem Produktportfolio gehören Vitamine und weitere Lebensmittelzusatzstoffe, aber auch Inhaltsstoffe für Pharmazeutika, Körperpflege und Kosmetik sowie für Hygieneartikel und Haushaltspflegeprodukte. Andere Produkte des Segments verbessern Prozesse in der Papierindustrie, bei der Gewinnung von Öl, Gas und Erzen und bei der Wasseraufbereitung. Außerdem helfen sie, Kraft- und Schmierstoffe effizienter, Klebstoffe und Lacke leistungsfähiger und Kunststoffe stabiler zu machen. Das Segment Performance Products besteht aus den Unternehmensbereichen Dispersions & Pigments, Care Chemicals, Nutrition & Health und Performance Chemicals.

  • Dispersions & Pigments

Rohstoffe für die Formulierung von Erzeugnissen, unter anderem in der Bau-, Automobil-, Klebstoff-, Druck-, Verpackungs-, Elektronik- sowie Papierindustrie

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  • Care Chemicals

Kosmetikindustrie, Hygieneindustrie, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie, Agrarindustrie sowie technische Anwendungen
Nutrition & Health

Lebens- und Futtermittelindustrie, Riech-und-Geschmacksstoff-Industrie sowie Pharmaindustrie

  • Performance Chemicals

Kunststoffverarbeitende Industrie, Automobilindustrie, Kraft- und Schmierstoffindustrie, Öl-und-Gas-Industrie, Bergbauindustrie, städtische und industrielle Wasseraufbereitung sowie Papierindustrie und Verpackungen aus Papier

Im Segment Functional Materials & Solutions werden branchen- und kundenspezifische Systemlösungen, Dienstleistungen und innovative Produkte, insbesondere für die Automobil-, Elektro-, Chemie- und Bauindustrie sowie für Anwendungen in Haushalt, Sport und Freizeit gebündelt. Das Portfolio umfasst Katalysatoren, Batteriematerialien, technische Kunststoffe, Polyurethansysteme, Autolacke, Lösungen zur Oberflächenbehandlung, Betonadditive sowie Ausbauprodukte wie Fliesenkleber und Bautenanstrichmittel. Im Segment Functional Materials & Solutions werden die Unternehmensbereiche Catalysts, Construction Chemicals, Coatings und Performance Materials gebündelt.

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  • Catalysts

Automobil- und Chemieindustrie, Raffinerien, Batteriehersteller

Lösungen zum Schutz der Luft sowie zur Produktion von Kraftstoffen, Chemikalien, Kunststoffen und Batteriematerialien

  • Construction Chemicals

Zement- und Betonhersteller, Bauunternehmen, Handwerker, Baufachhandel

Lösungen für Neubau, Instandhaltung, Reparatur und Renovierung von Wohn- und Gewerbebauten sowie Infrastruktur

  • Coatings

Automobilindustrie, Autowerkstätten, Stahlindustrie, Luftfahrt, Aluminium-Anwendungen in der Architektur und Bauindustrie, Haushaltsgeräte, Malerbetriebe und Privatkonsumenten
Performance Materials

Fahrzeugbau, Elektrotechnik, Verpackungen, Spiel, Sport und Freizeit, Haushalt, Maschinenbau, Bau, Medizintechnik, Sanitär- und Wasserindustrie, Solarthermie und Photovoltaik

Das Segment Agricultural Solutions bietet innovative Lösungen in den Bereichen chemischer und biologischer Pflanzenschutz, Saatgutbehandlung, Wassermanagement sowie für die Nährstoffversorgung und Stressbewältigung von Pflanzen.

  • Fungizide

Schutz von Nutzpflanzen vor schädlichem Pilzbefall; Verbesserung der Pflanzengesundheit
Herbizide

Verringerung von Nährstoff- und Wasserkonkurrenz durch Unkräuter

  • Insektizide

Einsatz gegen Schadinsekten in und außerhalb der Landwirtschaft, etwa in den Bereichen öffentliche Gesundheit, professionelle Schädlingsbekämpfung und Landschaftspflege

  • Functional Crop Care

Produkte für Pflanzengesundheit und gesteigertes Ertragspotenzial, die über den klassischen Pflanzenschutz hinausgehen, zum Beispiel biologischer Pflanzenschutz, Saatgutbehandlung, Polymere und Farbstoffe

Im Segment Oil & Gas konzentriert sich BASF auf die Exploration und Produktion in öl- und gasreichen Regionen in Europa, Nordafrika, Russland und Südamerika sowie im Nahen Osten. In Europa sind sie gemeinsam mit dem russischen Partner Gazprom auch im Transport von Erdgas aktiv.

Die BASF erzielte 2017 weltweit einen Umsatz von rund 64,5 Milliarden €.

Warum dieses Unternehmen?

Wir geben zu, dass Chemie wirklich ein etwas wenig greifbares Geschäft ist und die Komplexität von BASF kaum in einem kurzen Artikel darzustellen ist. Wir nähern uns deshalb mal von verschiedenen Seiten. Zunächst: BASF ist der weltgrößte Chemiekonzern und Weltmarktführer. BASF ist wie oben dargestellt in den meisten Geschäftsfeldern unter den Top 3 der Marktteilnehmer zu finden. Wie man im vorherigen Abschnitt schon sehen konnte, deckt das Unternehmen wirklich eine unglaubliche Bandbreite an Einsatzgebieten für die hergestellten Grundstoffe ab. Tatsächlich: THE chemical company.

Was uns bei Geschäftsmodellen natürlich immer interessiert, ist eine stabile Nachfrage. Wir stützten uns hier mal auf die BASF-eigene Aussage, dass sie davon ausgehen, dass die Chemieproduktion (ohne Pharma) in den kommenden fünf Jahren etwas stärker wachsen wird als das globale Bruttoinlandsprodukt und etwas schwächer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Chemie-Branche insgesamt unterliegt im Weltmarktmaßstab natürlich der konjunkturellen Ebbe und Flut. Demgegenüber ist dennoch festzustellen, dass Chemie dauerhaft in hohem Maße gebraucht wird, weil es schlicht auch Grundstoffe für überraschend viele Dinge des Alltags bereitstellt.

Nehmen wir das aktuelle Beispiel der Citral-Krise bei BASF. Citral hat, unterstellen wir mal, noch keiner unserer Leser je gehört. BASF hatte Ende Oktober einen Brand in der Citral-Anlage in Ludwigshafen. Die Anlage war in der Folge monatelang außer Betrieb. Citral ist jedoch ein ganz wesentlicher Grundstoff für die Herstellung von Düften und Aromen, z.B. für Zitrusdüfte, Lavendeldüfte (Linalool) und Rosendüfte (Geraniol). Wer mal auf die Rückseite seiner Handseife an der Spüle schaut, wird wahrscheinlich das eine oder andere wiederfinden. BASF ist hier ebenfalls Weltmarktführer und stellt jährlich 40.000 Tonnen davon her; der Ausfall dürfte also sowohl bei BASF zu spüren sein, als auch massive Auswirkungen auf die in der Produktionskette folgenden verarbeitenden Unternehmen haben. Auch abseits des Beispiels Seife ist aber klar, welche große Rolle heutzutage z.B. Düfte und Aromen spielen, wenn man nur mal durch den Supermarkt läuft: Deos, Fertignahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel (BASF stellt Vitamine her), Zahnpasta. Überall sind Zusatzstoffe enthalten, die dazu führen, dass das Endprodukt so schmeckt oder riecht wie es das tut.

Dass man bei BASF aber auch an der richtigen Adresse ist für allerlei zukunftsweisende Technologie und nicht nur beim bloßen Industrieschornstein in Ludwigshafen, zeigt ein Blick in die Pressemeldungen der vergangenen Monate:

  • Entwicklung eines Autolacks, der die Lacktemperatur an sonnigen Tagen um 20°C senkt – schaut man sich an, dass in der Automobilentwicklung heute an jeder kleinsten Stelle geknapst werden muss, um den Energieverbrauch zu senken, so erkennt man das Potential dieser Entwicklung
  • BASF will sich im Zukunftsthema Elektromobilität positionieren und einer der führenden Hersteller für Autobatterieteile werden
  • daneben ist BASF auch im Softwarebereich vertreten: es gibt z.B. Simulationsprogramme für das Aufschäumverhalten von Substanzen sowie für das temperaturabhängige Verformen
  • BASF führt sogar innovative Anti-Aging- und Anti-Stress-Wirkstoffe für Hautprodukte und Haarpflege, die den Ergrauungsprozess verlangsamt und Haarausfall entgegenwirkt

Daneben greift der Chef Kurt Bock als Profiteur des Bayer-Monsanto-Deals beim Saatgutgeschäft von Bayer zu. 6 Milliarden Euro lässt sich BASF das kosten. Bei immer weniger Agrarflächen bei weltweit rasant steigender Bevölkerungsanzahl ist einsichtig, warum Saatgut ein gutes und nachgefragtes Geschäft ist.

Andere Produkte sind etwa:

Bildquelle: https://www.basf.com/de/de/company/about-us/sites/ludwigshafen/production/the-production-verbund/Produkte.html

Was auch kaum jemand wissen dürfte: BASF stellt seit Jahren ein Produkt her, das Kariesbakterien bereits ziemlich wirkungsvoll direkt bekämpfen kann, statt über den Umweg der Zahnschmelzhärtung die Widerstandsfähigkeit der Zähne zu erhöhen. Dieses auf Milchsäurebakterien basierende Produkt wird derzeit nur in Zahnpasten auf dem kroatischen Markt vertrieben. Die Gründe für die bislang nicht erfolgte breite Ausrollung in anderen Ländern sind uns nicht ganz klar, da dies wohl eine Revolution in der Zahnpflege darstellen könnte. Da Zahnpflege ein globales Produkt mit einer Milliarden-Kundenbasis ist, dürfte sich hier normalerweise eine goldene Nase zu verdienen sein.

Über den Zusammenschluss der Ölsparte wird in den Medien viel diskutiert, dieser ist allerdings vor dem o.g. Hintergrund eines Anteils von 5 % am Gesamtgeschäft u.E. eigentlich von untergeordneter Bedeutung; wir wollen deshalb nicht weiter darauf eingehen.

Dies nur als kleiner Einblick in die Geschäftsfelder der BASF. Eine vertiefte Einführung ist mit der lesenwerten Investorenpräsentation möglich. Zusammengefasst können wir feststellen, dass hier ein absolutes Multitalent im Herstellen beständig nachgefragter Grundstoffe einer Vielzahl von Folgeprodukten sowie wirklich richtig interessante Innovationen mit potentiell massiven Auswirkungen und Umsatzpotential vorliegen. Die Güte des Geschäftsmodells leiten wir darüber hinaus aus der erreichten Weltmarktführerschaft ab. Chemie ist die Basis von allem, und das ist vielen nicht ausreichend bewusst.

Für 2018 erwartet das Unternehmen ein Wachstum der Weltwirtschaft sowie der Chemieproduktion etwa auf dem Niveau von 2017. Für die Prognose wird mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 US$/Barrel Brent und einem Wechselkurs von 1,20 US$/€ gerechnet. In diesem Umfeld will BASF weiter profitabel wachsen und den Umsatz sowie das Ergebnis der Betriebstätigkeit 2018 leicht steigern.

Die Aktie:

Die Aktien von BASF haben wir ebenfalls erstmal zur Depoteröffnung im Oktober 2014 gekauft und zwei Mal kräftig aufgestockt und insgesamt noch verbilligt im Zuge der VW-Krise im September 2015. Der Aktienkurs ist seither unter großen Schwankungen insgesamt leicht gestiegen.

Maßgeblich war damals grundsätzlich, zunächst verschiedene stabile Standardaktien in das Portfolio aufzunehmen, um

a) eine frühe Diversifikation zu erreichen,

b) substantielle Dividendenzahlungen zu erzielen sowie

c) die Eigenkapitalunterlegung durch gute Wertpapierkreditratings nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Daneben konnten wir uns mit BASF ursprünglich eine Dividendenrendite von 3,8% und auf dem Höhepunkt der VW-Krise von 4,2% einkaufen. (Ist-Werte jeweils im Zeitpunkt der Kaufentscheidung). BASF ist sogar eine Aktie, die eine eigene Daumenregel hat: liegt die Dividendenrendite über 4 %, kann man kaufen. Woher das kommt ist (uns) nicht bekannt. Wir konnten die Regel während unserer Halteperiode jedoch durchaus bestätigen! 🙂

Heute nimmt BASF im Atypisch Still Portfolio einen Anteil von 0,9 % ein. Zwischenzeitlich sind 24 % Buchgewinn aufgelaufen. Unsere Dividendenrendite bezogen auf die Anschaffungskosten liegt nach nicht gerade berauschenden jährlichen Erhöhungen mittlerweile bei 4,1%, während der Neueinstieg derzeit zu 3,7% bei einem durchaus attraktiven KGV2018 von 14 zu haben ist.

In den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz von BASF um 1,1 % p.a. und der Gewinn pro Aktie um 4,1 % p.a. erhöht, während die Dividende um 4,7 % p.a. gestiegen ist. Eine Dividendensteigerung oberhalb der Gewinnsteigerung ist nicht nachhaltig, deshalb kann die jährliche Ausschüttungssteigerung nicht auf die Zukunft fortgeschrieben werden. Allerdings haben wir in unseren Equity Stories bereits wesentlich krassere Missverhältnisse gesehen und unseres Erachtens zeigt der Gewinnpfeil bei BASF eher wieder nach oben.

Das Unternehmen steigert die Dividende nach Kürzung in der Finanzkrise seit 8 Jahren und liegt bei einer Auszahlungsquote von gesunden 47% bezogen auf den Gewinn pro Aktie.

Fazit:

BASF verfügt als Weltmarktführer und global relevanter Marktteilnehmer über ein solides Geschäftsmodell. Die Aktie schwankt zwar ziemlich, legt aber über längere Betrachtungszeiträumen signifikant zu (10% p.a. in den letzten 10 Jahren). Die Dividende ist zudem vergleichsweise attraktiv. Selbstverständlich sehen wir hier also keine Probleme mit unserer Position und es ist in jedem Depot ein absolutes Basisinvestment.

Weiterführende Quellen:

Jahresbericht 2017

Dividendenhistorie

Wie ist Deine Meinung zum Unternehmen? Kennst Du weitere innovative Produkte von BASF, die eventuell noch nicht so bekannt sind oder kannst etwas anderes Interessantes darüber mit uns teilen? Schreib uns im Kommentarbereich unten!

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Hinweis nach § 85 WpHG:

Die hier vorgestellten und besprochenen Wertpapiere befinden sich in unserem privaten Depot. Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen kein Angebot, keine Empfehlung und keine Aufforderung zum Kauf der angesprochenen Anlageprodukte dar. Wir leisten keine Anlageberatung. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege (z.B. per Telefon, Newsletter, E-Mail und Post oder in den Kommentaren). Wir haben darüber hinaus 72h vor und nach der Veröffentlichung des Artikels keine Transaktionen in dem besprochenen Wertpapier getätigt.

2 Gedanken zu „Equity Story: BASF SE“

  1. Danke für den ausführlichen und informativen Artikel, der einen Einblick über die unglaubliche Bandbreite der Produkte dieser Firma gibt.

    Ich war letztes Jahr bei einer Rundfahrt über das BASF-Firmengelände in Ludwigshafen dabei, echt beeindruckend. Die Firma bietet einmal pro Monat samstags einen Tag der offenen Tür mit Werksrundfahrten an, und auch werktags geöffnet ist das Besucherzentrum mit einer Ausstellung zur Firma, den Produkten etc. Also wer mal in oder nahe Mannheim ist dem kann ich einen Abstecher nach Ludwigshafen zur BASF empfehlen – unabhängig davon ob man sich für Aktien oder Chemie interessiert 😉

    Dieses Jahr habe ich BASF erstmals als Aktie gekauft und habe vor, sie sehr lange zu halten und mich an den Dividenden zu freuen 🙂

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Atypisch Still