Atypisch Still – Werde Unternehmer in eigener Sache!

Nur ein weiterer Finanzblog? Was kann noch ein weiterer Blog leisten, was soll er leisten? Und was soll der komische Name?

Zuallererst natürlich soll er Mehrwert für den Leser bieten. Wir sind ein kleines, gut vernetztes Kollektiv aus dem süddeutschen Raum, das bis auf Weiteres nicht unter dem Klarnamen veröffentlichen möchte. In dieses Projekt werden neben einem starken persönlichen Interesse auch ein einschlägiger beruflicher Hintergrund eingebracht, in der Absicht, ein qualitativ hochwertiges Informationsangebot zu schaffen.

So erschöpfen sich die weitaus meisten Artikel in den deutschen Finanz-Blogs oft in immer und immer wiederholten Allgemeinplätzen, die so oder so ähnlich mittlerweile schlicht überall zu finden sind:

  • wie schön doch die finanzielle Unabhängigkeit wäre,
  • welche Aktien regelmäßig ein- bis zweistellige Dividendenbeträge aufs Depotkonto auszahlen
  • bis hin zu modernen Technikspielereien mit insgesamt letztlich lediglich kosmetischen Auswirkungen wie „Rebalancing“, „Schnell reich durch Krypto“ oder „Smart-Beta-ETFs“ und anderen derivativen Einarmigen Banditen.

Das höchste der Gefühle ist dann auch schon der „Stückzinstrick“, mit dem sich Steuern in die Zukunft verschieben lassen. Es ist nicht so, dass die angesprochenen Themen nicht ihre Berechtigung haben. Was jedoch oft fehlt, ist das konsequente Zuendedenken bei den wichtigen Parametern des Investierens.

Das Ziel dieses Blogs soll es deshalb in erster Linie sein, Alternativen zu den gängigen Denkmustern aufzuzeigen. Letztlich münden die vorgenannten Versuche alle darin, passives Einkommen aufbauen zu wollen, um sich selbst die freie Wahl der Lebensgestaltung zu ermöglichen. Dem wollen wir uns selbstverständlich ebenfalls nicht verschließen, auf dieser Plattform soll es natürlich (auch) zentral um Aktien gehen, da sie über die lange Zeit gesehen zu den profitabelsten Anlagemöglichkeiten gehören.

Was wir Dir hier bieten wollen:

  • Wie Du Deine Steuerlast so weit wie möglich senken kannst
  • Wie Du auch mit wenig Geld ein substantielles Investitionsportfolio aufbauen kannst
  • Wie Du die notwendigen Kosten auf ein Minimum reduzieren kannst
  • Wie Du Dein Unternehmertum in eigener Sache professionalisieren und die Freiheit über Deine Lebensgestaltung gewinnen kannst
  • Wie Du durch unternehmerische Tätigkeit Zusatzeinnahmen erwirtschaften kannst

Den Aufbau eines die freie Gestaltung ermöglichenden Einkommens kann man entweder mit angezogener Handbremse erreichen oder auf der Überholspur. Dabei ist der Blog-Titel „Atypisch Still“ aber gerade nicht dahingehend zu verstehen, durch aggressives Zocken und Spekulieren mit hohem Hebel kurzfristig schnelle Gewinne machen zu wollen. Im Gegenteil, mit Aktien haben immer noch diejenigen am meisten verdient, die sie langfristig hielten. Ohnehin soll dieser Blog auch ein Plädoyer für originäre Finanzinstrumente (d.h. Aktien und Anleihen) im Gegensatz zu derivativen Instrumenten sein. Eigentum statt Spielzeug. Zinseszins statt Millisekundenhandel. Insgesamt also: ein Plädoyer für einen geradezu „atypisch stillen“ Anlagestil.

Das beginnt beispielsweise mit der Internationalisierung des eigenen Wertpapierdepots. Es gibt europäische Broker, die für eine 10.000-USD-Order unter 1 Euro Provision nehmen und Wertpapierkredite zu ca. 1% vergeben. Da genau diese Broker, die die Vermögensbildung schon von der Kostenseite massiv unterstützen, in den einschlägigen Vergleichstests deutscher sog. „Finanzzeitschriften“ meist auf den letzten Plätzen landen (weil sie den außerbörslichen Handel des Alpha-Express-4x-Turbo-Ultra-Long-Zertifikats auf Sparplanbasis einschließlich diesbezüglicher Online-Webinare nicht anbieten), ist es bereits an dieser Stelle alternativ, genau diese Broker positiv hervorzuheben.

Ein niederländischer Broker wirbt auch in Deutschland intensiv um Kundschaft mit dem schlagenden Argument von immerhin ca. 80% niedrigeren Kosten als bei einem deutschen Broker. Dass die Abgeltungsteuer nicht automatisch abgeführt wird, ist entgegen der Intuition sogar als absolut positiv zu werten; warum, werden wir in späteren Artikeln sehen. Auch dies dürfte jedenfalls eher eine alternative Sicht auf die Dinge sein.

Es geht auf diesem Blog, wie man hier schon sehen kann, gerade nicht um All-Inclusive-Wohlfühlprodukte. Es geht darum, seine Ziele konsequent zu verfolgen. Dazu gehört das Selbstindiehandnehmen des Wertpapierdepots. Dazu gehört auch das Indiehandnehmen der Steuern. Dazu gehört das Monetarisieren des eigenen intellektuellen Kapitals als Unternehmer in eigener Sache und nicht so sehr das Tauschen von Zeit gegen Geld im Rahmen starrer Dienstverträge für Dritte. Der Blog soll ausdrücklich dazu motivieren, in die eigene Fortbildung zu investieren, sich eigene Meinungen zu bilden, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Namensgeber dieses Blogs ist die sogenannte atypisch stille Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, in der auf absehbare Zeit u.a. das Atypisch-Still-Wertpapierdepot geführt werden soll. Diese Gesellschaftsform dürfte in der Breite nicht allzu bekannt sein, erlaubt uns aber Vieles, was uns als Privatanleger im Angestelltenverhältnis verwehrt bleiben würde: niedrigere Steuern, Absetzbarkeit von Kosten, Trennung des unternehmerischen Bereichs vom Privatbereich. Sie eignet sich vor allem dann, wenn man für sich plant, sein Leben weiterhin in Deutschland zu führen. Im Fall der geplanten Auswanderung gibt es andere Lösungen, die bis hin zur steuerlichen Komplettabmeldung führen können.

Aber halt! Ist das nicht kompliziert? Ist das nicht aufwendig? Ja! Bzw…. Nein! Es kommt darauf an. Für alle Probleme lässt sich in der Regel auch eine Lösung finden. Aber dazu in den folgenden Artikeln mehr. Daneben hat die Konstruktion natürlich nicht nur steuerliche Gründe, sondern es ist zugleich Ausdruck der Professionalisierung des eigenen Unternehmens.

Zusammengefasst möchten wir auf dieser Plattform das bieten, was wir selbst schon vor zehn Jahren gerne gewusst hätten. Packen wir’s an!

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